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„f-cell“: Callux bringt stationäre Brennstoffzellennutzung voran

07.10.2009 – „Wir brauchen eine große Anzahl von Geräten im Test. Das Demonstrationsprojekt Callux gibt uns jetzt diese Möglichkeit“, erklärt Volker Nerlich von Hexis. Das Unternehmen aus Konstanz entwickelt und baut Brennstoffzellen-Heizgeräte – effiziente Mini-KWK-Anlagen für Einfamilienhäuser. Während des Brennstoffzellen-Kongresses „f-cell“ im September in Stuttgart wurde deutlich, wie wichtig Callux ist, um im internationalen Wettbewerb – vor allem mit Japan – zu bestehen.

Stuttgart (eos) – Etwa 800 Brennstoffzellen-Heizgeräte sollen im Rahmen von Callux – einem der Leuchtturmprojekte des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellen¬technologie, bis 2012 in deutschen Häusern installiert werden. Dort erzeugen sie aus der eingesetzten Energie zu rund 30 Prozent Strom und zu rund 60 Prozent Wärme. Damit sind die Brennstoffzellen-Heizgeräte außerordentlich effizient. Beim Praxistest ist das Engagement der Energieversorger gefragt, die die Geräte bei ihren Kunden installieren und dort an das vorhandene Gasnetz anschließen. Aus Erdgas erzeugt ein integrierter Reformer das für das Brennstoffzellen-Heizgerät nötige wasserstoffreiche Gas. Der Baden-Württembergische Energieversorger EnBW ist ganz vorne mit dabei, installiert mehr als ein Viertel aller geplanten Anlagen und investiert rund 10,5 Millionen Euro. „Das Engagement der Energieversorger ist für die Entwicklung von Brennstoffzellen außerordentlich wichtig“, sagt Volker Nerlich von der Konstanzer Tochter des schweizer Geräteherstellers Hexis, der das Hexis-Gerät „Galileo1000 N“ auf dem EnBW-Stand – einem von insgesamt rund 40 „f-cell“-Messeständen – präsentierte. Derzeit hat Hexis 32 Geräte im Einsatz. Bis 2012 sollen es etwa 200 werden. „Später müssen die Geräte mindestens 15 Jahre laufen, die Brennstoffzellen selbst rund 40.000 Stunden. Wir brauchen daher zuverlässige Prognosen, wie sich die Geräte über diesen langen Zeitraum hinweg verhalten. Das geht nur mit einer großen Anzahl Anlagen, die über einen längeren Zeitraum getestet werden.“

Der Schub, den das NIP der Brennstoffzellennutzung im Haus gibt, war nötig. Japanische Hersteller erarbeiteten sich bereits einen Vorsprung: „Nach dem Abschluss eines staatlich geförderten Demonstrationsprojekts mit insgesamt 3.000 PEM-Brennstoffzellen-Anlagen (PEM = Polymer Elektrolyt Membran) sind heute in Japan Geräte verschiedener Hersteller im Handel erhältlich“, berichtet Kunihiro Nishizaki vom Energieversorger Tokyo Gas. „Im Moment müssen die Geräte noch staatlich subventioniert werden, um konkurrenzfähig zu sein. Unsere größte Herausforderung ist es jetzt, die Kosten zu senken.“

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Tel.: 0711-656960-51
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oder im Internet unter: www.f-cell.de

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